Sconi Center Tutorial - Teil 3
 
Teil 4
Teil 5

 

Im letzten Teil des Tutorials wurde eine erste Gruppe angelegt, mit der sich der Mauszeiger steuern liess und die Systemlautstärke verändert werden konnte. Bei dieser Gruppe handelte es sich um eine globale Gruppe. Das bedeutet, dass die Befehle, die in dieser Gruppe gespeichert sind, immer zur Verfügung stehen, egal welches Programm gerade benutzt wird. Für viele Funktionen wie z.B. die Lautstärkesteuerung ist dies sicherlich optimal.

Allerdings zeigt sich damit auch ein entscheidender Nachteil von globalen Gruppen: Jede Taste auf der Fernbedienung kann nur für einen Zweck benutzt werden! Was ist, wenn man mit den Pfeiltasten nicht nur die Maus bedienen möchte, sondern z.B. im ZoomPlayer den File-Navigator oder in PowerDVD das Kapitelmenü nutzen möchte? Diese Aufgabe kann mit einer globalen Gruppe nicht bewerkstelligt werden. Sconi Center bietet zu diesem Zweck sog. Programm-spezifische Gruppen, kurz Programmgruppen, an.

 

Programmgruppen

Alle Befehle, die in einer Programmgruppe gespeichert sind, stehen nur dann zur Verfügung, wenn das zugehörige Programm aktiv ist. Dabei bedeutet aktiv nicht nur, dass das Programm gerade läuft, sondern es muss auch im Vordergrund sein und den Tastaturfokus besitzen. Wie bereits im 1. Teil des Tutorials erwähnt wurde, kann ein Programm durch Klicken in das Programmfenster oder mittels des Taskmanagers (ALT-TAB) aktiviert werden. Zu erkennen ist das aktive Programm stets an der dunkelblauen Titelleiste. Im weiteren Verlauf soll nun eine Programmgruppe für ZoomPlayer angelegt werden. Dazu sind die folgenden Schritte notwendig:

 

Schritt 1:

Zunächst muss eine neue Gruppe erzeugt werden. Dies geschieht durch Auswählen des Befehls 'Add Program Group' aus dem Sconi Center Menü:

Neue Programm Gruppe anlegen

 

Anschliessend findet sich ein neuer Eintrag in der Baumstruktur:

Eintrag "Program group" ist hinzugekommen

 

Allerdings kann man mit dieser Programmgruppe noch nicht viel anfangen, denn bisher weiss Sconi Center nicht, zu welchem Programm sie gehören soll. Dies führt uns zum nächsten Schritt.

 

Schritt 2:

Unterhalb der Baumstruktur findet sich die Schaltfläche "Edit", mit der wir zu weiteren Optionen der gerade erzeugten Programmgruppen gelangen:

 

Programmgruppe editieren

 

Die Option "Scroll Active Into View" sorgt übrigens dafür, dass der aktive Befehl in der Baumstruktur immer in das Blickfeld des Benutzer gescrollt wird. Dies ist dann sinnvoll, wenn sehr viele Befehle angelegt wurden, die nicht alle in den sichtbaren Bereich der Baumstruktur passen. Der Edit Button öffnet nun ein neues Fenster:

 

Programmgruppe editieren

 

Im oberen Teil dieses Fensters kann der Gruppe zunächst ein Name gegeben werden. Da wir eine Gruppe für ZoomPlayer anlegen wollen, bekommt diese auch den Namen "ZoomPlayer". Die beiden Optionen unter dem Namensfeld lassen wir zunächst unverändert.

Im unteren Teil des Fensters kann nun das Programm ausgewählt werden, dass diese Gruppe steuern soll. Der entscheidende Punkt ist dabei das Feld "Program".

 

Programmgruppe editieren

 

Hier wird der Name des Programms so eingetragen, wie er in der Titelleiste des Programmfensters angezeigt wird! Dies ist ganz wichtig, denn das Prinzip, mit dem Sconi Center feststellt, welche Programmgruppe aktiv ist, ist folgendes:

Sconi Center schaut sich die Titelleiste des aktiven Programms an und vergleicht diese mit dem Eintrag in dem Feld "Program". Nur wenn dieser Eintrag in der Titelleiste des Fensters enthalten ist, erkennt Sconi Center das Programm! So gesehen würde also z.B. der Eintrag "Zoom" in diesem Feld reichen, damit ZoomPlayer erkannt wird. Allerdings könnte dies zu Problemen führen, falls ein anderes Programm ebenfalls Zoom im Namen trägt. Wenn man den Pfeil an der rechten Seite des Feldes drückt, wird eine Liste aller zur Zeit laufenden Programme angezeigt:

Programmliste

 

Hierüber kann die Auswahl ebenfalls gemacht werden. Der Eintrag in Klammern hinter "Zoom Player" dient nur der Information und wird automatisch entfernt, wenn die Auswahl getroffen wurde. Wird ein Programm mehrmals aufgeführt, spielt es i.d.R. keine Rolle, welchen Eintrag man auswählt.

  • Hinweis: Bei der Auswahl über die Liste kann es vorkommen, dass z.B. der Titel eines Films oder eines MP3-Stücks mit im Programmfeld auftaucht, da dieser auch in der Titelleiste des Programm angezeigt wird. Dieser Teil muss natürlich entfernt werden, da Sconi Center das Programm sonst nur noch erkennen würde, wenn auch dieser Titel gespielt wird!

 

Schritt 3:

Schliesslich kann noch ein Icon für die Gruppe ausgewählt werden. Dazu reicht es, über den Search-Button die .exe-Datei des zugehörigen Programms zu laden und das gewünschte Icon auszuwählen. Abschliessend stellt sich die Eigenschaftsseite und die Baumstruktur folgendermassen dar:

 

 
Eigenschaftsseite
 
neue Gruppe

 

Damit ist die neue Programmgruppe erstellt worden. Nun können dieser Befehle hinzugefügt werden, wie es in Teil 2 des Tutorials bereits beschrieben wurde. Zum Testen wurden einfach mal die Befehle für Play, Stop, Enter und die Pfeiltasten erstellt:

 

Baumstruktur

 

In der Baumstruktur finden sich jetzt zwei Gruppen, einmal die globale Gruppe und die ZoomPlayer Gruppe. Zum Testen, ob auch alles so funktioniert, wie man es sich vorstellt, wird nun ZoomPlayer gestartet. Drückt man z.B. die Pfeil-rauf Taste auf der Fernbedienung, leuchtet der Befehl "up" in der ZoomPlayer Gruppe rot auf. Nun wird ein anderes Programm aktiviert, z.B. der Internet-Explorer. Es wird erneut die Pfeil-rauf Taste gedrückt, aber diesmal leuchtet der Befehl "Mouse up" in der globalen Gruppe auf. Es funktioniert!

Programmgruppen ermöglichen es also, die selben Tasten auf der Fernbedienung je nach aktivem Programm gänzlich anders zu benutzen!

 

  • Profi-Tipp: Es gibt bestimmte Fälle, in den es sinnvoll ist, eine Gruppe zwangsweise zu aktivieren. Z.B. möchte man den Mauszeiger bedienen, obwohl man gegenwärtig in Zoomplayer ist. Auch daran wurde gedacht: Einzelne Gruppen können über den Befehl "Force Group" aktiviert werden. Der Befehl findet sich in der Liste der Befehle auf der Registerkarte "System".

 

Die Option "Put application window into foreground"

Diese Option, welche übersetzt "Bringe Programmfenster in den Vordergrund" bedeutet, findet sich auf der Eigenschaftsseite für Programmgruppen. Mit ihr kann ein komfortables Feature von Sconi Center aktiviert werden, was allerdings einen entscheidenden Einfluss auf das Verhalten einer Programmgruppe hat und daher hier näher betrachtet werden soll.

 

Spezielle Option

 

Wenn diese Option für eine Gruppe eingeschaltet ist, aktiviert Sconi Center automatisch das zugehörige Programmfenster, sobald eine Taste dieser Gruppe auf der Fernbedienung betätigt wird! Das heisst, das entsprechende Programm, z.B. ZoomPlayer, wird sichtbar gemacht und erhält den Tastaturfokus. Diese Option ist äusserst komfortabel, weil man nicht mehr manuell dafür sorgen muss, dass das zu steuernde Programm aktiv ist. Dieser Vorteil hat allerdings eine Konsequenz: Die Tasten, die in der Gruppe verwendet werden, stehen in anderen Programmgruppen i.d.R. nicht mehr zur Verfügung. Der Grund ist einfach: Wird eine Taste aus dieser Gruppe gedrückt, bringt Sconi Center das entsprechende Programm ja automatisch in den Vordergrund, womit alle anderen Programmgruppen nicht mehr aktiv sind.

Trotzdem kann diese Option äusserst hilfreich und komfortabel sein, besonders wenn man nur wenige Programme benutzen möchte oder wenn bestimmte Programme sowieso nie gleichzeitig eingesetzt werden.

 

  • Profi-Tipp: Bei konkurrierenden Programmgruppen mit aktivierter "Put app. window into foreground" Option, richtet sich Sconi Center nach der Abfolge in der Baumstruktur. Durch verschieben von Gruppen in der Baumstruktur kann daher einer bestimmten Gruppen eine entsprechende Priorität eingeräumt werden!

 

So, das war´s erstmal wieder. Im kommenden Teil des Tutorials werden wir uns mit den Eigeschaften des Infrarot-Codes näher befassen. So wird erläutert, was es mit dem Toggle-Bit auf sich hat oder wie das Infrarot-Oszilloskop von Sconi Center eingesetzt werden kann, um Fehler aufzuspüren.

Stay tuned! ;-)

 

(c) JB 2004